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Integration und Lebensführung

Die Instrumente und Verfahren, die wir auf der Grundlage der Theorie von Integration und Lebensführung für die Soziale Arbeit entwickelt haben, zielen darauf, die psycho-soziale Komplexität und Dynamik eines Falles und seine soziale Dimension erfassen, einschätzen sowie diese diagnostische Einschätzung gezielt in Aushandlungsprozesse mit der Klientin, dem Klienten sowie in die interprofessionelle und interorganisationale Kooperation einbringen zu können. So kann die Soziale Arbeit ihre Interventionen nachvollziehbar und begründet auf die konkrete Falldynamik abstimmen, günstige Bedingungen fördern und Lebensführungssysteme zusammen mit Klient(inn)en und anderen Leistungserbringer/innen nachhaltig bearbeiten, um positive Entwicklungen zu initiieren und zu stärken. Dazu unterscheiden wir zwischen zwei verschiedenen Vorgehensweisen: der idiografischen Systemmodellierung und der deskriptiven Systemmodellierung.

Idiografische Systemmodellierung

Die Rekonstruktion und Modellierung des individuellen Lebensführungssystems in unterschiedlichen Lebensphasen erfolgt auf der Basis von narrativ-biographischen Interviews und deren sequenzanalytischer Auswertung. Dies ermöglicht es, das je individuelle Lebensführungssystem mit den ihm zugrunde liegenden (problemverursachenden) psycho-sozialen Dynamiken und Mustern in seiner lebensgeschichtlichen Genese und Transformation (z. B. durch kritische Lebensereignisse) zu rekonstruieren, modellieren und visualisieren. [Mehr dazu]

Optional kann die Systemmodellierung mit Daten aus weiteren Gesprächen sowie Daten aus dem Real-Time Monitoring vervollständigt und überprüft werden. Das Real-Time Monitoring als Zeitreihenverfahren ermöglicht es, psychische und soziale Prozesse im Verlauf zu beobachten. Damit können Phasen mit signifikanten kritischen Fluktuationen, die eine Musterveränderung ankündigen, also Krisen, Rückfälle oder Entwicklungsschritte, frühzeitig erkannt und in die Hilfeplanung einbezogen werden.

Deskriptive Systemmodellierung

Die deskriptive Systemmodellierung ist ein diagnostisches Verfahren zur Erkundung des Lebensführungssystems eines Menschen. Der Fokus liegt bei den individuell spezifischen Integrationsverhältnissen in den für diesen Menschen relevanten sozialen Handlungssystemen, den im Lebensführungssystem zu Tage tretenden Aufgaben der Lebensbewältigung, den mit der Lebensführung verbundenen Schwierigkeiten und den vorhandenen Bewältigungs-Ressourcen. Mit anderen Worten: es geht darum die (bio)psychosoziale Komplexität des Falles und seine soziale Dimension zu erfassen. Die einzelnen Instrumente dazu sind modular angelegt und berücksichtigen damit sowohl die verbreitete Ressourcenknappheit der Sozialen Arbeit wie auch die unterschiedliche Komplexität der Fälle. [Mehr dazu]

 

 

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